Rezension: Search-Based Applications

25. Mai 2011

Suchmaschinen werden immer mehr ein integraler Teil einer Website. Daher ist es auch nicht verwunderlich dass zu diesem Thema nun ein Buch erschienen ist, und zwar Search-Based Applications: At the Confluence of Search and DatabaseTechnologies von Gregory Grefenstette und Laura Wilber. Beide Autoren arbeiten für Exalead und haben damit praktische Erfahrung mit den Einsatz von Suchtechnologien in Organisationen.

Die Autoren schildern sehr schön neue Möglichkeiten von Suchtechnologien. Suchmaschinen werden sich zu Kerntechnologie entwickeln um auf Informationen zugreifen zu können und Analysen durch zu führen. Um die Vorteile von Suchtechnologie zu erklären, wird die Entstehungsgeschichte von Suchmaschinen erzählt. Insbesondere werden die Unterscheide zu Datenbanken gut beschrieben, wobei auch die neue Generation von NoSQL-Datenbanken mit einbezogen werden. Dieser Vergleich halte ich für sehr hilfreich um Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Technologien beurteilen zu können. Klar wird dass die Stärken von Suchtechnologie liegen bei der Entschließung von unstrukturierte Daten und als Bindemittel zwischen unterschiedlichen Datenquellen.

Das Buch gibt eine guten Überblick von möglichen Anwendungsfällen für Suchmaschinen und zeigt auch Praxisbeispiele und nicht nur theoretisch Ansätze. Ich kann es jedem empfehlen der sich mit Informationsmanagement oder Suchmaschinen beschäftigt, gleich ob Entwickler oder Entscheider. Herausgeber ist Morgan & Claypool Publishers.

2 Antworten zu “Rezension: Search-Based Applications”

  1. Uwe Crenze sagt:

    Leider sind Search-Based Applications für Anwender (insbesondere Entscheider) ein nicht so griffiges Thema. Aber das Buch liefert gute Beispiele, was SBAs ausmacht und bei welchen Anwendungsfällen sie einer „klassischen“ Web-Datenbank-Lösung überlegen sind.

    Ich arbeite lieber mit dem Begriff „Index-basierte“ Anwendung, da die Magie in der Homogenisierung unterschiedlicher Inhaltsquellen liegt, die über einen Index einheitlich zugreifbar werden – wie bei einer Datenbank. Das sind dann zwar Suchanfragen, aber der Index ist dabei das Wesentliche.

    Bei unserem Produkt inter:gator haben wir uns dazu entschieden, diese Applikationen als Widget in einem (Such-) Dashboard zu integrieren. Das wird von den Kunden gut angenommen.

  2. Leider denken viele erst mal Google, wenn man über Suche spricht. Da gibt es noch viel zu erklären. Mit gute Praxisbeispiele kann man schon viel erreichen. Meine Erfahrung ist dass die Suche für die meisten noch ein zu abstrakter Begriff ist und oft nur über die Technologie diskutiert wird.

    Für mich ist es auch einer der Gründe um die Search Meetups Frankfurt (http://searchmeetupfrankfurt.de) zu organisieren um damit das Thema weiter zu verbreiten.